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Ski-Bindungen und Z-Wert – das steckt dahinter

Die Bindung ist das Bindeglied zwischen Fuß und Ski. Sie sorgt für optimale Kraftübertragung und gute Lenkbarkeit beim Skifahren. Um Verletzungen zu vermeiden, muss sich die Skibindung bei einem Sturz öffnen. Ausschlaggebend dafür, wann sich die Bindung öffnet, ist ihre Auslösekraft. Das ist die Kraft, die auf die Bindung einwirken muss, damit der Mechanismus auslöst und die Halterung des Skischuhs lockert. Diese Auslösekraft wird auch als Z-Wert (DIN-Wert) bezeichnet.

Der Z-Wert als Richtlinie beim Bindungskauf

Der Z-Wert der Skibindung wird von geschultem Fachpersonal an der Skibindung eingestellt. Beim Bindungskauf geben Zahlenwerte in der Produktbezeichnung einen ersten Überblick. Sie stellen den Maximalwert dar, der an der jeweiligen Bindung einstellbar ist, wie zum Beispiel 10, 12, 14 usw. Viele Shops geben auch gleich den gesamten DIN-Bereich in ihrer Artikelbeschreibung an, z. B. 5-14 bei Bindungen für Erwachsene oder 0,75-4,5 bei Ausrüstung für Kinder. Sie liefern damit wichtige Informationen über den Auslösebereich der Skibindung.

So wird der Z-Wert (DIN-Wert) berechnet

Grundlage für die Ermittlung der Auslösewerte der Skibindung sind spezielle Messmethoden. Früher war vor allem die sogenannte Tibia-Methode weitverbreitet, bei der die Breite des Schienbeinkopfes (lat.: Tibia) ausschlaggebend war. Zu diesem Messwert kommen weitere Angaben zu Lebensalter, Größe und Geschlecht des Skifahrers hinzu. Auch die Sohlenlänge des Skischuhs fließt in die Berechnung mit ein.
Heute kommt die Tibia-Methode jedoch kaum noch zum Einsatz. Stattdessen setzen die Fachleute nun auf die Gewichtsmethode, um den Auslösewert zu bestimmen. Wie der Name schon sagt, liegt bei der Gewichtsmethode das Hauptaugenmerk auf dem Körpergewicht des Skifahrers. Dazu kommen ähnlich der Tibia-Methode weitere Werte, die die Berechnung präzisieren. Unter anderem sind das: Lebensalter, Fahrstil und Sohlenlänge der Skistiefel.

 

Einstellung der Skibindung nach dem Z-Wert (DIN-Wert)

Grundlage für die Einstellung der Skibindung sind Tabellen zur Z-Wert (DIN-Wert) Bestimmung nach der Gewichtsmethode ISO 11088 mit Gewicht, Körpergröße und Sohlenlänge des Skifahrers. Zur Feinabstimmung kommen noch gewisse Kriterien hinzu, um die ermittelten Werte individuell nach oben oder unten zu korrigieren. Vor allem das jeweilige Können steht dabei im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Anfänger stürzen häufiger und benötigen daher eine möglichst früh auslösende Bindung. Deshalb wird der Z-Wert (DIN-Wert) bei diesen Skifahrern nach unten korrigiert. Eine auf diese Art justierte Skibindung schützt gut vor schwerwiegenden Verletzungen, kann jedoch aufgrund des sensibel eingestellten Auslösers häufig zu Fehlauslösungen führen. Da Anfänger jedoch langsam und vorsichtig fahren, ist dieser Nebeneffekt hier zweitrangig. Könner und Profis hingegen benötigen bei sportlichem Fahrstil zuverlässige Bindungen mit verringerter Fehlauslösung. Hier wird der Z-Wert (DIN-Wert) daher nach oben korrigiert.

Für Kinder und Erwachsene über 50 Jahre gelten bei der Einstellung nach der Gewichtsmethode andere Kriterien. Bei diesen Gruppen werden die Auslösewerte ebenfalls in der Regel etwas niedriger angesetzt, als es die Werte der Tabelle vorgeben.

Achtung: Die Bestimmung des Z-Werts der Skibindung sollte unbedingt von geschultem Fachpersonal mit dafür vorgesehenen Spezialgeräten erfolgen.


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