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Roland Gritzbauch im #wirsindgigasport Interview

Bei Roland Gritzbauch, EDV/POS-Administration Gigasport, dreht sich alles um Schnee: Als begeisterter Langläufer baut er sich jedes Jahr seine eigene Loipe und präpariert sie mit selbst erfundenen Geräten. Aber eigentlich mag er Schnee gar nicht sonderlich…

Eine selbstgebaute Loipe – wie kam es zu dieser Idee, Roland?
Mein Sohn war Wintertriathlet und ich habe viel mittrainiert. Irgendwann wollte ich keine Zeit mehr mit Fahrten zu den Loipen verlieren und eine eigene Piste bauen. Das ist 10 Jahre her, seitdem ist meine Loipe immer professioneller geworden und ich fahre nur noch hier. Praktisch und perfekt!

Du erfindest aber auch Pistengeräte und baust diese selbst.
Ja, weil das Austreten mit Skiern zu lange dauert, die Loipe ist über 600 Meter lang. Außerdem möchte ich perfekte Bedingungen und weil ich ein Bastler bin, sind mir ein paar Ideen eingefallen. (lacht) Begonnen hat alles mit einer Schneeschaufel, die ich – mit Gewichten beschwert – hinter mir hergezogen habe.

Jetzt bist du bei abgeschnittenen Snowboards und Kart-Reifen, kurios und einfallsreich!
Wenn ich eine perfekte Piste will, brauche ich Präparationsgeräte für verschiedene Schneemengen und -arten. Nach wenig Schneefall ziehe ich beispielsweise Kart-Reifen, die mit Gewichten links und rechts an ein abgeschnittenes Snowboard montiert sind, über die Loipe. Bei mehr Schnee wiederum kommt ein riesiger Traktorreifenschlauch mit Gewichten zum Einsatz. Eine Walze, die mit Gewichten auf ein Snowboard montiert ist, habe ich auch – und ein Abziehgerät nach dem Skaten. Ich ziehe alle Geräte selbst, eine schweißtreibende Arbeit!

Könnte es sein, dass du deshalb gar kein großer Fan von viel Schnee bist?
Stimmt! Schneefall ist ärgerlich, denn es dauert Stunden, bis ich ihn bearbeitet habe. Deshalb hoffe ich immer, dass wenig Schnee kommt. Wenn es viel schneit, wird die Menge zu schwer und alles ist sehr mühsam. Früher musste ich hunderte Euro in Massagen investieren, um die Verspannungen zu lösen. (lacht) Aber jetzt habe ich beim Präparieren ein gutes Maß gefunden.

Also lieber weniger als mehr… Aber was tust du, wenn es Tauwetter gibt?
Alles, um die Piste zu retten! Es gab Jahre, da musste ich mehrmals von vorne anfangen. Es schneite, es taute, es schneite, es taute… Ich habe immer den Wetterbericht im Auge und wenn es zu tauen beginnt, schaufle ich stundenlang Schnee von der Wiese auf die Piste. Dann habe ich sie vielleicht vier Tage länger. Und nein, das ist mir nicht zu blöd. (lacht)

Es ist mühsam, es ist schweißtreibend, aber es ist dir nicht zu blöd. Wie das?
Es macht mir großen Spaß und ist ein super Training – Ausdauer, Kraft… alles dabei! Zu Saisonende sage ich zwar jedes Mal, dass ich es nächstes Jahr nicht mehr mache. Aber im Sommer kommen mir meist schon neue Ideen, wie ich die Geräte verbessern kann, damit die Piste noch perfekter wird.

Apropos: Von der Loipe haben wir noch gar nicht geredet – was kann sie?
Es ist ein Rundkurs mit Geraden, Kurven und Abzweigungen. Heuer habe ich einen kleinen Hügel hineingebaut. Dafür musste ich stundenlang Schnee zusammen schaufeln. Hat sich aber gelohnt.

Wie geht’s dem Bauern, dem die Wiese gehört, mit deinem Pistenprojekt?
Gut! Ihm ist vor allem wichtig, dass der Schnee bis zur ersten Maht weg ist. Ansonsten unterstützt er mich. Wenn im Oktober die Kühe in den Stall kommen, mulcht er die Wiese extra für mich, damit sie fürs Präparieren eben ist. Ich gehe voraus, um den Kurs zu bestimmen und er fährt mit dem Traktor hinten nach. Ja, ich habe gute Kontakte. (lacht)

Jetzt bitte die Hand aufs Herz: Was taugt dir mehr? Das Präparieren der Piste oder Langlaufen?
Das Langlaufen macht mir schon großen Spaß! Ich bin jeden zweiten Tag für circa 1-2 Stunden auf der Skating-Piste. Dabei lege ich durchschnittlich 40 Kilometer zurück, pro Jahr komme ich auf rund 1.000 Kilometer. Die erste halbe Stunde verarbeite ich meinen Tag. Danach bin ich frei und es ist nur noch Genusslaufen. Herrlich!

Und was ist an deinem Pistenprojekt das größte Vergnügen?
Es ist klass, dass ich so viel Zeit in der frischen Luft verbringe! Zuerst skate ich 1-2 Stunden, danach präpariere ich die Piste eine weitere Stunde, damit sie fürs nächste Mal jungfräulich präpariert ist. Außerdem empfinde ich es als Genugtuung, körperlich etwas geleistet zu haben. Das taugt mir auch.

Bleibt noch die letzte Frage: Eine gute Fee taucht auf deiner Loipe auf – was wünscht du dir?
Eine Flutlichtanlage! Und eventuell ein Skidoo, das meine Geräte zieht! Man wird ja nicht jünger. Aber ich habe keinen Platz, um es einzustellen und frage schon bei Bauern in der Umgebung herum. Derzeit sind die Scheunen überall voll, aber schauen wir mal…


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