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Markus Kaufmann im #wirsindgigasport Interview

Ein erfolgreicher Triathlet wird im Winter gemacht: Markus Kaufmann – Steirischer Meister in seiner Altersklasse und Verkaufsberater bei Gigasport Graz – verrät, welches Training ihn weiterbringt, wie er es schafft, über den Schmerz zu gehen und welche Musik ihn vor einem Wettbewerb pusht.

Gigasport Januar 12, 2020 / by Gigasport

Aller guten Dinge sind drei – oder warum Triathlon, Markus?
Ich bin früher viel gelaufen, aber das alleine war mir auf Dauer zu langweilig. Mir geht es um die Abwechslung, das taugt mir beim Triathlon. Während eines Wettbewerbs auf die verschiedenen Muskelgruppen umzusteigen, ist gleichzeitig auch die größte Herausforderung in diesem Sport.

Triathlon ist ein Ausdauersport – was fasziniert dich daran?
Das „all out“! Ich bin noch jung (23 Jahre) und lerne jeden Tag die Grenzen meines Körpers besser kennen. An sie zu gehen, taugt mir voll. Wenn ich nach einem Wettbewerb nicht ziemlich fertig bin, bin ich enttäuschter als wenn ich keine gute Zeit liefere.

Musst du dich motivieren, um an deine Grenzen zu gehen?
Nein, ich bin der typisch „übermotivierte“ Sportler. (lacht) Im Triathlon muss man ehrgeizig sein und das bin ich zum Glück von Natur aus. Um ehrlich zu sein, bin ich sogar irrsinnig ehrgeizig. Das ist die beste Basis für meine Motivation.

Was muss man als Triathlet sonst noch mental mitbringen?
Man sagt, dass ein erfolgreicher Triathlet der ärgste Kritiker von sich selbst ist. Für mich gilt das auf jeden Fall. Ich habe sehr hohe Erwartungen an mich selbst und bin schnell enttäuscht. Daran arbeite ich derzeit mental, denn zu viel Kritik ist auch nicht gut. Allerdings sehe ich Kritik immer als Feedback und das wiederum bringt mich weiter.

Du betreibst die olympische Disziplin – welche Distanzen sind das und wo bist du am besten?
Wir beginnen mit 1,5km Schwimmen, dann kommen 40km Radfahren, danach laufen wir 10km. Laufen ist meine Paradedisziplin, da bin ich am besten. Beim Radfahren muss ich noch am meisten aufholen, werde aber jedes Jahr besser. Beim Schwimmen läuft es gut.

 

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Der Schwimmstart – wenn alle auf einmal ins Wasser jumpen – wirkt heftig. Wie siehst du das? 
Der Schwimmstart ist tatsächlich brutal! Da wird ausgeteilt und man geht auf Körperkontakt, auch ich hab schon mal einen Ellbogen ins Auge gekriegt. Der brutale Start gehört beim Triathlon aber dazu, weil man am Beginn so richtig ins Rennen kommen muss.

Du bist u.a. Steirischer Meister in deiner Altersklasse. Wie bereitest du dich auf die Bewerbe vor?
Direkt vor dem Wettbewerb höre ich eine Mischung aus Punk Rock und Metal Core – ich habe eine eigene Playlist, die mich pusht. Ansonsten ist sehr viel Training die beste Vorbereitung. Im letzten Jahr habe ich zum Beispiel über 500 Stunden trainiert und bin unter anderem knapp 5.500km mit dem Rad gefahren. Das ist recht viel, wenn man daneben auch noch einen Job hat. (lacht)

In welcher Jahreszeit kommen die meisten Trainingsstunden zusammen?
Man sagt ein guter Triathlet wird im Winter gemacht, weil man sich in dieser Zeit mit Basistraining aufbaut – ich arbeite derzeit intensiv an meinen Grundlagen, trainiere mit längeren Distanzen meine Ausdauer, mache Stabilisationstraining und bin viel in der Kraftkammer.

Welche Muskelpartien trainierst du in der Kraftkammer?
Beim Schwimmen braucht man vor allem Schulter und Rücken, beim Radfahren und Laufen sind es die Beine, die werden im Triathlon jedoch unterschiedlich belastet. Laufen geht in die Waden, beim Radfahren braucht es gute Oberschenkelmuskeln. Sie trainiere ich vor allem mit der klassischen Beinpresse oder mit Ausfallschritten und Gewichten.

 

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Was sind deine effektivsten Trainingseinheiten?
Intensives Intervalltraining, wo man Vollgas gibt! Das bringt mich am meisten weiter und macht mich schneller. Dieses Training ist ziemlich hart, aber ich liebe es, mich zu quälen. (lacht)

Bei all deiner Bereitschaft zur Qual – wann wird es auch dir zu viel?
Wenn es beim Laufen zum Schluss hin so richtig wehtut. Das kann passieren – vor allem wenn ich zu wenig Koppeltraining gemacht habe, wo man den Wechsel zwischen den Muskelgruppen trainiert.

Wie trickst du dich aus, wenn beim Wettkampf fast nichts mehr geht?
Wenn mir so etwas passiert, darf nicht die Zeit im Vordergrund stehen. Stattdessen versuche ich an folgendes zu denken: Man liebt das ja, was man gerade tut! Die Liebe für diesen Sport bringt mich am besten über den Schmerz.

Wie schaut es bei der Ernährung aus: Worauf achtest du als Triathlet?
Ich esse viel Gemüse und nehme gesunde Fette zu mir. Die sind für den Ausdauersport sehr wichtig. Mein persönliches Powerfood ist griechisches Joghurt mit 10% Fett, das ist mein Frühstück. Vor den Wettbewerben esse ich Reis – diese Kohlenhydrate wirken nachhaltiger als die von Nudeln.

Beim Radfahren ist wenig Gewicht von Vorteil. Hältst du Diät?
Nein, das wäre kontraproduktiv. Ich ernähre mich ausgewogen und esse auch Fleisch, allerdings achte ich sehr darauf, dass es eine gute Qualität hat. Paniertes vermeide ich so gut es geht und ich trinke kaum Alkohol.

Kaum Alkohol – auch jetzt nicht im Fasching?
Auch jetzt nicht! Ein kleiner Rausch kostet mindestens drei Trainingstage, ein großer Rausch eine ganze Trainingswoche. Das ist es mir nicht wert. (lacht)

Das Jahr ist noch jung. Hast du gute Vorsätze wie beispielsweise eine neue Traumzeit erreichen?
Beim Triathlon ist jede Strecke komplett anders und man kann die Zeiten, die man erreicht hat, nicht unbedingt miteinander vergleichen. Deshalb gibt es in meiner Sportart auch keine Weltrekorde. Aber ja, ich habe mir für heuer schon Ziele gesteckt.

Welche Ziele sind das? Möchtest du vielleicht Profi werden?
In erster Linie möchte ich schneller werden, das ist mein wichtigstes Ziel. (lacht) Sicherlich ist es auch ein Ziel, Triathlon professionell zu betreiben, das ist derzeit aber unrealistisch. Da fehlt doch noch einiges. Aber ich bin jung, mal sehen…

 Apropos Ziel – beende bitte diesen Satz für uns: Wenn ich durchs Ziel laufe, dann…
Bin ich total euphorisch! Manchmal auch so richtig am Ende! Natürlich schaue ich sofort auf die Zeit. (lacht) Und dann gehe ich zur Labstation, dort endet für mich der Wettbewerb.

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Playlist von Markus Kaufmann – zur Wettkampfvorbereitung und im Training 

♫„Relapsing“ von Beartooth
♫„Haunt me“ von While She Sleeps
♫„Darkside“ von Akado


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