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Richtige Rückendeckung: Rucksack-Tipps

Unser Outdoor-Experte Georg Doppler erklärt den Unterschied zwischen Wander-, Trekking- und Alpin-Rucksäcken. Außerdem: Wie Sie den richtigen finden und ihn am besten packen.

Gigasport April 10, 2018 / by Gigasport

Herr Doppler, was sollte man beachten, bevor man einen Rucksack kauft?

Ich sollte wissen, was habe ich vor, wie lange will ich unterwegs sein, was kommt alles mit, übernachte ich in Hütten oder im Zelt. Sind mir Taschen am Hüftgurt wichtig? Möchte ich eine große Deckeltasche haben? Lege ich Wert auf seitliche Fächer? Können Trinkflaschen herausfallen? Im Geschäft sollte der Rucksack ähnlich probiert werden wie ein Kleidungsstück. Passt mir die Länge, der Schnitt, die Träger, der Hüftgurt, wie trägt er sich mit Gewicht, passt das Packvolumen.

Welche Rucksacktypen gibt es? Was unterscheidet sie? Wann brauche ich welchen?

Wander-Rucksack
Volumen: 20–35 Liter. Tourdauer: 1–3 Tage. Viele Wanderrucksäcke haben ein belüftetes Tragesystem. Ab etwa 25 Liter haben sie einen gepolsterten Hüftgurt, um bis zu zwei Drittel des Rucksackgewichtes mit der Hüfte tragen zu können, damit der Rücken entlastet wird. Außerdem sind sie mit Regenhülle und Seitenfächern für Trinkflaschen und Müsliriegel ausgestattet.

WANDER-RUCKSÄCKE ENTDECKEN

Trekking-Rucksack
Volumen: 40–80 Liter. Tourdauer: ab 4 Tage. Trekkingrucksäcke sind ähnlich wie Wanderrucksäcke, nur größer und mit stabilerem Tragesystem ausgestattet. Dieses wird an die jeweilige Rückenlänge angepasst, um einen großen Tragekomfort zu erreichen. Diese Rucksäcke verteilen ihren Stauraum auf ein Bodenfach und ein Hauptfach.

TREKKING-RUCKSÄCKE ENTDECKEN

Alpin-Rucksack
Volumen: 25–45 Liter. Zum Bergsteigen und alpine Klettertouren. Alpinrucksäcke sind leicht, stabil und ergonomisch an den Rücken angepasst, um beim Klettern sicher zu sitzen und nicht zu stören. Sie haltern Pickel, Steigeisen, Helm, Seil oder Schi. Manche lassen sich seitlich oder komplett von vorne öffnen, um auch Ausrüstung am Boden einfach erreichen zu können.

ALPIN-RUCKSÄCKE ENTDECKEN


Wann brauche ich wie viel Volumen?

Das Volumen des Rucksacks hängt davon ab, welche Tour man geht. Als Richtwert kann man sagen:
Tageswanderung: 20–30 Liter (je nach Jahreszeit);
Mehrtageswanderung: 30–50 Liter (je nach Übernachtung in Hütte oder Zelt);
Trekkingtour: 40–80 Liter (je nach Trekkingtour);
Alpintour: 25–45 Liter (je nach Tour und Ausrüstung)

 

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Wie erkenne ich, dass der Rucksack zu mir passt?

Der Hüftgurt soll die Hüfte mittig umschließen. Der Punkt, an dem die Schultergurte am Rucksack befestigt sind, sollte auf Höhe Schulterblätter sein. Beides wird bei uns im Geschäft detailliert erklärt und eingestellt.

Was zeichnet einen guten Rucksack aus?

Ein guter Rucksack drückt und zwickt nicht und ist praktisch ausgestattet. Die Ansprüche an Rucksäcke sind jedoch sehr individuell. Lege ich Wert auf Robustheit, sollte ein etwas höheres Rucksackgewicht in Kauf genommen werden. Ein leichter, sportlicher Eintagesrucksack ist anders aufgebaut, als ein stabiler Trekkingrucksack, der für 20 kg Zuladung ausgelegt ist.

Was unterscheidet Damen- von Herrenmodellen?

Damenrucksäcke haben eine kürzere Rückenlänge, die Hüft- und Schultergurte sind der weiblichen Körperform angepasst. Wobei nicht nur zwischen Damen und Herrenmodellen unterschieden wird, sondern auch zwischen langer und kurzer Rückenlänge. Daher kann es sein, dass einem kleineren Mann das Damenmodell oder eben der Rucksack mit der kürzeren Rückenlänger besser passt als das Herrenmodell.

 

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Wie packe ich einen Rucksack, dass der Schwerpunkt stimmt und alles leicht erreichbar ist?

Vor dem Einpacken überlege ich: Was brauche ich bei dem Wetter? Was benötige ich zuerst? Der Rucksack wird so gepackt, dass die Ausrüstung, die früher und öfter gebraucht wird, griffbereit ist. Der Schwerpunkt sollte möglichst nahe am Rücken sein, damit Rücken und Schultern nicht unnötig belastet werden. Sonst zieht einen das Gewicht nach hinten. Schwere Teile wie Trinkflaschen oder Kletterausrüstung sind gleichmäßig links und rechts aufzuteilen und nahe am Rücken zu verstauen. Damit sie auch dortbleiben, kann man den Zwischenraum mit der Jacke füllen. Wenn man auf die Packordnung achtet, wird der Rucksack auch stabil sitzen.

Was ist bei Regen zu beachten?

Ist man sehr lange im Regen unterwegs, leistet ein Poncho bessere Dienste als die Regenhülle, da der Poncho auch die Träger und den Zwischenraum zwischen Rücken und Rucksack abdeckt. So vermeidet man ein Eindringen der Feuchtigkeit noch besser.

Kann ich mit einem Outdoor-Rucksack auch auf Reisen gehen?

Ja, sogar sehr gut. Ein paar Punkte sollten aber beachtet werden: Im Flugzeug sind Bänder und Gurte am Rucksack störend, daher haben Reiserucksäcke auch integrierte Abdeckungen für die Träger. Reiserucksäcke haben eine größere Öffnung, lassen sich ähnlich wie eine Reisetasche einpacken und haben Großteils integrierte Tagesrucksäcke. Dafür haben Trekkingrucksäcke ein komfortableres Tragesystem.

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